MUSIC-CULTURE & MORE

HOOVERPHONIC - Jackie Cane

[2002 . Columbia CD 504246-2] 


"Jackie Cane was everybody's sugar, she gave it all, wherever it took her. To be so sweet was her only mistake", sangen Hooverphonic schon auf dem vergangenen Album "The Magnificent Tree". Das gleichnamige Stück entstand damals zusammen mit Cathy Dennis, die uns ja auch Kylies "Can't Get You Out Of My Head" beschert hat. Nun also haben Hooverphonic beschlossen, gleich ein ganzes Album über das Leben der Chanteuse Jackie Cane zu intonieren. Ein Konzeptalbum über den Aufstieg und Fall Canes und ihrer symbiotischen Beziehung zu ihrer Schwester.

So richtig ist es Hooverphonic bislang nicht gelungen, über den Insiderstatus hinaus zu kommen, trotzdem sie bei der Eröffnungsfeier der Fußball-EM in Belgien ein Millionenpublikum bewunderte. 1996 starteten sie auf dem Höhepunkt des TripHop mit ihrem wunderbaren Album "A New Stereophonic Sound Spectacular", das mit "2 Wicky" einen wirklichen Trip-Klassiker enthielt. Der schwache Nachfolger "Blue Wonder Power Milk" und das coole, unterschätzte Popalbum "The Magnificant Tree" beleuchteten Hooverphonics Weg zum orchestralen Pop.

Warum nun also ein Konzeptalbum über Jackie Cane? "Of course, there are bits and pieces of us in there. Jackie's a singer and her sister's a cook and I am a musician and a good cook, but it's by no way autobiographical", sagt Mastermind Alex Callier. Aha, so einfach erklärt sich der Zusammenhang.

Musikalisch loten Hooverphonic auf "Jackie Cane" wesentlich weiter ihre Grenzen aus, als sie dies bislang taten. Orchestraler, pompöser Pop zwischen Lounge, Jazz und eben zeitgenössischem Pop. Dennoch haben sich Hooverphonic diesmal ein bißchen übernommen. Zu belanglos sind die musikalischen Arrangements, zu austauschbar der Gesang von Geike Arnaert. Die Crux eines Konzeptalbums eben. Schade, denn man ist von Hooverphonic wesentlich besseres gewohnt.

[tvd]


PS. Wieder mal ein ärgerliches Beispiel für die rigide Durchsetzung der angeblich überlebenswichtigen Interessen der Plattenfirmen im World Wide Web, bietet ein Blick auf die sehr gute Website: http://www.alwaysontherun.net/hoover.htm, auf der EMI Publishing die kostenfreie Veröffentliung der Hooverphonic-Texte untersagte (was sagt eigentlich Hooverphonic dazu?)


Standout Tracks: Human Interest, Nirvana Blue, Jackie's Delirium


Tracklisting:


01. Sometimes

02. One

03. Human Interest

04. Nirvana Blue

05. The World Is Mine

06. Jackie's Delirium

07. Sad Song

08. Day After Day

09. Shampoo

10. Other's Delight

11. Opium

12. The Last Supper

13. The Kiss


Related Websites:


Hooverphonic Official:

http://www.hooverphonic.com/

The Audiophonic Eden:

http://users.pandora.be/guy.haesebroek1/intro.htm

Club Hooverphonic:

http://groups.yahoo.com/group/clubhooverphonic/

Sony:

http://www.sonymusic.de/


REVIEWS

GRANDIOS!

.

.

.

.

.

.

.

.


DRECK!